Beim Sandstrahlen wird die Oberfläche mit Strahlmittel unter Druck bearbeitet. Alte Beschichtungen, Rost und hartnäckige Anhaftungen werden dabei rückstandsfrei entfernt — zurück bleibt blankes, aufgerautes Material.

Genau diese aufgeraute Oberfläche ist die Voraussetzung dafür, dass eine Beschichtung später dauerhaft haftet. Deshalb ist Sandstrahlen bei uns fester Bestandteil des Pulverbeschichtungs-Ablaufs.

Du brauchst nur die Vorbehandlung, ohne anschließende Beschichtung? Sandstrahlen ist bei uns auch als eigenständige Leistung buchbar.

Wirkung

Was beim Strahlen tatsächlich abgetragen wird.

Unter Druck trifft das Strahlmittel auf die Oberfläche und löst alles ab, was nicht zum Grundmaterial gehört: alte Beschichtungen und Lackreste, Flugrost und Korrosion, eingebrannter Bremsstaub, Gussrückstände und festsitzende Verschmutzungen.

Zurück bleibt blankes Material mit einer gleichmäßig aufgerauten Struktur. Genau diese Struktur ist das eigentliche Ziel — nicht nur die Sauberkeit.

Haftung

Warum ohne Strahlen keine Beschichtung hält.

Eine Beschichtung hält nicht deshalb, weil sie klebt, sondern weil sie sich mit der Oberflächenstruktur des Materials verzahnt. Auf einer glatten, glänzenden Fläche fehlt dieser Halt.

Deshalb ist die Reihenfolge entscheidend: Wird eine alte Felge einfach überbeschichtet, sieht das Ergebnis anfangs gut aus — löst sich aber später flächig ab, sobald Feuchtigkeit unter die Schicht kriecht. Genau daran erkennt man im Nachhinein, wo an der Vorbereitung gespart wurde.

Bei uns geht dem Strahlen ein chemisches Soft-Entlacken voraus. Der Chemieschritt löst die alte Beschichtung schonend, auch dort, wo das Strahlmittel schlecht hinkommt — in Vertiefungen, an Kanten und rund um Bohrungen. Erst danach wird gestrahlt und die Oberfläche für die neue Schicht vorbereitet.

Einzeln buchbar

Nur die Vorbehandlung — auch ohne Beschichtung.

Nicht jedes Teil soll anschließend beschichtet werden. Manchmal geht es einfach darum, ein Bauteil von Rost, Farbe oder Altlasten zu befreien — etwa bei einer Restaurierung, vor dem Schweißen oder wenn ein Teil zur weiteren Bearbeitung woanders hin soll.

In dem Fall strahlen wir das Teil und geben es blank zurück. Wichtig zu wissen: Frisch gestrahltes Metall ist ungeschützt und fängt je nach Material und Luftfeuchtigkeit relativ schnell wieder an zu rosten. Es sollte also zügig weiterverarbeitet werden.

Gestrahlt werden bei uns Autofelgen, Motorteile, Anbauteile und Metallteile aller Art.

Einordnung

Wo Sandstrahlen in der Felgenaufbereitung steht.

Sandstrahlen ist selten das Ziel, sondern fast immer der Zwischenschritt. Es steht zwischen dem Entlacken und dem Beschichten — und entscheidet darüber, wie lange das Endergebnis hält.

Bei der Felgenaufbereitung sieht die Reihenfolge deshalb so aus: erst chemisch soft-entlacken, dann Bordsteinschäden ausarbeiten, dann strahlen, dann beschichten. Wer den Strahlschritt überspringt, spart eine halbe Stunde und riskiert, dass sich die Beschichtung nach zwei Wintern flächig löst.

Eine Ausnahme gibt es: Vor dem Hochglanzverdichten darf nicht gestrahlt werden. Die Strahlstruktur reicht zu tief ins Aluminium, um sie wieder herauszupolieren. Deshalb muss vor dem Entlacken feststehen, wohin die Reise geht.

Strahlmittel

Nicht jedes Teil verträgt dasselbe.

„Sandstrahlen“ ist der geläufige Begriff, aber das Strahlmittel richtet sich nach dem Werkstück. Aluminium ist weicher als Stahl und braucht ein schonenderes Mittel und weniger Druck — sonst wird die Oberfläche unnötig aufgeraut oder das Teil verzieht sich bei dünnen Wandstärken.

Bei filigranen Teilen, dünnem Blech oder empfindlichen Kanten arbeiten wir entsprechend vorsichtiger. Sag bei der Anfrage einfach, worum es geht — gerade bei Oldtimer- und Motorradteilen lohnt sich die kurze Rücksprache.

FAQ

Häufige Fragen.

Ist Sandstrahlen auch einzeln buchbar?

Ja, auch als eigenständige Leistung — ohne anschließende Beschichtung.

Welche Teile können gestrahlt werden?

Felgen, Motorteile und weitere Metallteile.

Was kostet Sandstrahlen?

Der Preis hängt von Größe, Zustand und Anzahl der Teile ab. Ein Angebot gibt es nach kurzer Rücksprache — am besten mit ein, zwei Fotos.

Kann jedes Material gestrahlt werden?

Strahlmittel und Druck richten sich nach dem Werkstück. Aluminium wird schonender behandelt als Stahl, bei dünnem Blech und filigranen Teilen arbeiten wir vorsichtiger. Sprich uns bei empfindlichen Teilen vorab an.

Kann ich nach dem Strahlen selbst weiterarbeiten?

Ja. Beachte aber: Frisch gestrahltes Metall ist ungeschützt und beginnt je nach Material und Luftfeuchtigkeit zügig zu rosten. Es sollte also bald weiterverarbeitet werden.

Warum ist Sandstrahlen vor dem Beschichten nötig?

Die aufgeraute, rückstandsfreie Oberfläche sorgt dafür, dass das Pulver optimal haftet und die Beschichtung dauerhaft hält.

Anfrage

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Schreib uns kurz, um welches Teil es geht. Wir melden uns mit Einschätzung und Angebot zurück.